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Steak ruhen lassen: Warum & wie lange wirklich?

Markus Kollecker – Fleisch24

Markus: Ich muß gestehen das ich immer viel zu wenig Zeit fürs ruhen lassen nehme.

Steak ruhen lassen: Warum & wie lange wirklich?

Du hast ein Steak perfekt gegrillt – und dann beim Anschneiden läuft plötzlich Saft am Brett aus? Genau dann suchen viele nach „Steak ruhen lassen“. Die Ruhezeit ist einer der einfachsten Hebel für ein saftiges Steak, aber sie wird oft falsch verstanden: Es geht nicht um Magie, sondern um Temperatur, Druck und das, was Hitze mit Eiweißstrukturen im Fleisch macht.

Warum Du Dein Steak nach dem Grillen ruhen lassen solltest

Während des Grillens entsteht ein starker Temperaturunterschied: Außen ist das Steak sehr heiß, innen deutlich kühler. Nimmst Du es von der Hitze, läuft die Wärme weiter nach innen – das nennt man Nachgaren (Carryover Cooking). Genau diese Phase hilft Dir, den Garpunkt sauber zu treffen, ohne dass Du das Steak „zu weit“ grillst.

Außerdem passiert Folgendes: Bei hoher Hitze verändern sich die Proteine (Eiweiß) in den Muskelfasern – sie denaturieren und ziehen sich zusammen. Dadurch wird Wasser/Fleischsaft eher aus dem Fasergefüge herausgedrückt. Schneidest Du sofort an, ist die Oberfläche noch sehr heiß und der innere Druck hoch – Saft tritt leichter aus. Wenn das Steak ein paar Minuten rasten darf, kühlt die Oberfläche minimal ab, der Druck sinkt und das Fleisch wird beim Schneiden „stabiler“ – es wirkt saftiger, weil weniger Flüssigkeit sofort austritt.

Was beim Ruhen „wirklich“ passiert (kurz & verständlich)

  • Temperatur gleicht sich aus: Außen/innen werden ähnlicher warm. Das macht das Steak gleichmäßiger.
  • Nachgaren hebt die Kerntemperatur: besonders bei dicken Steaks wichtig.
  • Weniger Saftverlust beim Anschneiden: sehr heißes Fleisch verliert Flüssigkeit leichter als leicht abgekühltes.

Wichtig: Der Satz „die Säfte ziehen wieder zurück“ ist umstritten. Moderne Tests zeigen eher: Die Temperatur beim Schneiden und das Nachgaren sind die größten Faktoren. Trotzdem bringt Ruhezeit in der Praxis fast immer ein besseres Ergebnis – weil Du Garpunkt und Saftigkeit leichter kontrollierst.

Wie lange Steak ruhen lassen? (Faustregeln)

  • Dünne Steaks (bis ca. 2 cm): 3–5 Minuten
  • Normale Steaks (ca. 2–4 cm): 5–8 Minuten
  • Dicke Steaks (ab ca. 4 cm, z. B. Tomahawk): 8–12 Minuten

Pro-Tipp: Wenn Du auf „medium rare“ zielst, nimm Dein Steak ein paar Grad früher von der direkten Hitze. Das Nachgaren in der Ruhezeit bringt Dich dann sauber ins Ziel, ohne dass Du überziehst.

Steak in Folie ruhen lassen – ja oder nein?

Steak Folie ruhen“ funktioniert, wenn Du es locker machst. Wickelst Du es fest ein, staut sich Dampf und die Kruste wird weich. Besser:

  • Locker abdecken (wie ein Zelt), damit es warm bleibt.
  • Auf einen warmen Teller legen.
  • Bei sehr dicken Steaks auf einem Rost rasten lassen, damit die Unterseite nicht aufweicht.

Passende Steaks für ein saftiges Ergebnis

Filetsteak (Rindersteak) · Beiried/Entrecôte · Rib Eye Steak · Tomahawk Steak

Merksatz: Ruhen bedeutet nicht „warten, damit es kalt wird“, sondern „kurz kontrollieren, damit Temperatur und Saft im Fleisch bleiben“. So schmeckt Dein Steak deutlich saftiger – ohne Extra-Aufwand.


Quellen:
Serious Eats – „Meat Resting Is a Myth“ / The Food Lab (Artikel zur Ruhezeit, Saftverlust und Temperatur-Effekten).

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